Wilde Blaubeeren aus Nova Scotia: warum gerade diese
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Zu den Sommern unserer Kindheit gehörten Heidelbeeren. Mit einem kleinen Eimer ging es in den Wald, und der füllte sich nur langsam, weil die Hälfte gleich im Mund landete. Zu Hause gab es die Beeren mit kalter Milch und Zucker, bei der Oma als Blaubeerpfannkuchen. Am Abend waren Zunge und Finger blau, und die Flecken im T-Shirt gingen nie wieder ganz heraus.
Heidelbeeren, Blaubeeren oder Schwarzbeeren, je nachdem, wo Sie aufgewachsen sind: Die kleinen Waldheidelbeeren von damals haben Verwandte auf der anderen Seite des Atlantiks. Um sie geht es in diesem Beitrag.
Verwandtschaft aus Kanada
Wilde Blaubeeren (Vaccinium angustifolium) wachsen im Nordosten Nordamerikas, vor allem in Nova Scotia (Kanada), in Québec und im US-Bundesstaat Maine. Es sind niedrige Sträucher, kaum kniehoch, die sich über unterirdische Ausläufer ausbreiten. Eine einzige Pflanze kann so ein ganzes Stück Feld bedecken und jahrzehntelang leben.
Niemand pflanzt sie. Sie wachsen auf sauren, sandigen Böden, die der zurückweichende Gletscher dort hinterlassen hat. Die Landwirte schneiden die Sträucher lediglich jedes zweite Jahr zurück, damit sie sich erneuern können. Geerntet wird im August.
Die Kulturheidelbeeren, die Sie aus dem Supermarkt in Plastikschalen kennen, sind eine andere Art. Sie wachsen in Reihen auf Plantagen, an Sträuchern, die über zwei Meter hoch werden können, und ihre Früchte sind oft um ein Vielfaches größer.
Kleinere Beere, mehr Geschmack
Die wilde Blaubeere ist klein. Auf ein Gramm Fruchtfleisch kommt deshalb mehr Schale – und genau in der Schale sitzen die blauen Farbstoffe, die Anthocyane. Laut dem nordamerikanischen Erzeugerverband Wild Blueberry Association of North America enthalten wilde Blaubeeren mehr Anthocyane als Kulturheidelbeeren.
Das schmeckt man auch. Die wilde Blaubeere ist kräftiger im Aroma, säuerlicher und leicht herb. Die Kulturheidelbeere ist süßer und wässriger.
Wie viele Blaubeeren in einem gfBar stecken
In jedem gfBar bestehen 50 % der Füllung aus getrockneten wilden Blaubeeren aus Nova Scotia. Ein Riegel enthält umgerechnet 65 g frische Blaubeeren, eine Packung mit zwei Riegeln 130 g.
Blaubeeren sind empfindlich. Deshalb behalten wir die Temperatur auf dem ganzen Weg im Blick, von der Ernte über Transport und Lager bis zur Produktion. Wir nennen das Temper Protect®. Temper Protect® bedeutet: Die Blaubeere bekommt nie mehr Wärme ab als unbedingt nötig – vom Strauch in Nova Scotia bis zum Riegel in Ihrer Hand.
Wilde Blaubeeren sind nicht billig, und in guter Qualität sind sie in Europa nicht leicht zu bekommen. Aber ohne sie wäre gfBar nicht gfBar. Wie Marek Veselý zu ihnen gekommen ist, lesen Sie in der Geschichte unseres Gründers.
Und was sagt die Wissenschaft über wilde Blaubeeren? Eine interessante Studie haben wir uns in einem eigenen Beitrag genauer angesehen: die Studie des King’s College zu wilden Blaubeeren, Blutgefäßen und Gedächtnis.